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Trüber oder goldener Herbst?

Von vielen Leuten wird der Monat November als trüber, also eher trauriger Monat erlebt.
Nun, in diesem Jahr können wir uns bislang nicht beklagen: milde Temperaturen, prachtvolles Sonnenwetter, eine wunderschöne bunte Färbung der Blätter an den Bäumen. Da macht auch der Herbst so richtig Spaß, wenn man im Wald spazieren geht, die Blätter rascheln, die Sonne auf den Weg glitzert und man vielleicht am Ausgang des Waldes eine herrliche Aussicht genießen kann. Aber wir wissen: Das ist nicht jedes Jahr so! Oft ist es neblig, bewölkt, nasskalt – und vielleicht kommt auch schon der erste Schnee! Der November ist auch der Monat mit den meisten – eher traurigen – Feiertagen. Es beginnt mit Allerheiligen und Allerseelen ganz zu Beginn – das ist in Sachsen bei uns nicht so bekannt! Gibt es aber in den westlichen Bundesländern. Dann kommen einige Sonntage, wo man der Verstorbenen gedenkt – der Volkstrauertag für die Opfer der beiden Weltkriege und der Totensonntag für weitere persönliche Angehörige und Freunde, die schon gestorben sind. Schließlich auch noch der Buß- und Bettag so mitten drin im Monat – herbstbei uns auch ein Feiertag. Da denkt man zwar nicht an Tote, aber der Hintergrund dieses Feiertages ist für gläubige Christen zumindest ja durchaus ernst. Eben da soll man an all das denken, was schief gelaufen ist, seine begangenen Fehler bereuen und zu Gott umkehren. Dazu kommt dann noch die dunkle Jahreszeit. Zwar gibt es jetzt schon beleuchtete Weihnachtsbäume, aber das beginnt ja eigentlich erst zum 1. Advent. So kann man verstehen, wenn die Menschen diesen dunklen Monat eher mit trübsinnigen Gefühlen erleben. Und manche werden da richtig depressiv, melancholisch und gehen missmutig durchs Leben, können sich kaum freuen! – Solche Empfindungen gehören ja auch durchaus zum Leben, wir können sie auch nicht einfach verdrängen oder wegzaubern. Oft haben schwermütige Gedanken ja ihren Grund – Sorgen, Verluste, Existenzängste – alles das kann uns belasten und betrüben. Da tut es gut, einen Zufluchtsort bei Gott und bei Menschen zu haben, die einen verstehen und trösten können.
Mich erinnert das an die kommende Jahreslosung 2016, die uns zu spricht, dass Gott uns trösten kann wie eine Mutter, die ihr Kind tröstet (in der Bibel bei Jesaja 66, 13). Manchmal wissen wir auch gar nicht so recht, weshalb wir gerade jetzt traurig sind. Alles ist vielleicht in Ordnung, aber wir haben trotzdem schlechte Stimmung. Weil das Wetter uns auf den Magen schlägt! Hier gibt es ein wenig Abhilfe, um wieder etwas fröhlicher gestimmt zu werden: eine Kerze, die wir anzünden; ein erfrischendes Bad; ein geselliger Abend mit guten Freunden; ein schmackhaftes Essen; ein Spaziergang in der Natur o.ä.. Da kann jeder doch kreativ sein, um sich das Leben hell zu machen. Christen schöpfen ihre Lebenskraft aus der Beziehung mit Gott – etwa, indem sie gute Worte in der Bibel lesen, vielleicht einen Psalm. Ich denke etwa an einen frommen Menschen, der gerade beim Lesen der Bibel so viel Freude empfunden hat, dass seine missmutigen Gedanken umgehend verschwunden sind. Ja, er bekennt: Wenn Gott mich nicht erfreut hätte durch sein Wort, dann wäre ich elend zugrunde gegangen. Könnte das ein guter Tipp sein? Nehmen Sie doch mal ihre Bibel, – wo immer Sie die auch aufbewahrt haben -, zur Hand und blättern Sie darin mal in den Psalmen – das ist ganz in der Mitte! Vielleicht stoßen Sie ja auf einen Satz, der Ihnen Mut gibt für einen trüben Tag.

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