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ErnteDank

Erntedankfest – wir sagen für die Ernte Dank. Hmm, welche Ernte? Ich habe keine Felder, die ich beackere. Keinen großen Garten, in dem ich viele Stunden des Tages verbringen muss. Ich muss auch nicht versuchen von dem über den langen Winter zu kommen, was gewachsen ist.

Doch, ich habe auch geerntet – in meinem kleinen Kübelgarten: Viele Tomaten von 5 Stöcken, fünf kleine Hokkaido-Kürbisse, die sogar für eine Suppe reichen, Radieschen. Über den Winter kommen wir damit allerdings nicht.

ErnteDankFest? JA! Ich bin so glücklich über diese kleinen Ernteerfolge in meinem Minigarten.

Und noch viel dankbarer bin ich, dass ich jederzeit einfach in den Supermarkt spazieren kann, um dort alles Nötige einzukaufen. Ich habe Geld dafür, dass ich und meine Familie satt werden. Ich habe eine riesige Auswahl an Lebensmitteln. Ich habe ein Dach über dem Kopf. Ein warmes Zuhause. Ein Bett, in das ich mich abends legen kann. Das ist alles sehr selbstverständlich für mich. Es ist normal. Selten mache ich mir wirklich Gedanken darüber. Höchstens, wenn am Ende des Geldes noch zu viel Monat übrig scheint.

Nicht die Glücklichen sind dankbar, es sind die Dankbaren, die glücklich sind. Francis Bacon

Das habe ich so oft schon selbst erlebt: Wenn ich nur auf das sehe, was alles fehlt, was ich gern haben möchte, mir aber gerade nicht leisten kann – dann werde ich unzufrieden, fange an zu meckern und zu nörgeln. Meine Familie ist davon dann nicht so begeistert. Wenn ich dann aber ganz bewusst wieder anfange, zu sehen, was ich alles HABE, anfange, GOTT dafür danke zu sagen, dann werde ich zufriedener und kann den vermeintlichen Mangel viel besser akzeptieren.

  • ErnteDankFest heißt für mich zu allererst: Mich bei Gott bedanken für alles, was ich habe.
  • ErnteDankFest heißt für mich in unserem Wohlstandkontext auch immer – dankbar sein für so viel mehr, als nur das Essen.
  • Was habe ich im letzten Jahr im übertragenen Sinn geerntet?
  • Was habe ich in meiner Familie erreicht?

Ich blicke auf die gute Ernte zurück, auf Neuanfänge, auf positive Veränderungen, auf Menschen, die an meiner Seite waren und ich blicke auf den Weg, den Gott mit mir, mit uns gegangen ist. Aber auch: Was ist mir nicht gelungen? Welchen Anteil habe ich daran? Wie konnte es zu Enttäuschungen oder Verletzungen kommen? Habe ich mich für Menschen eingesetzt, die Hilfe brauchten?
Ich ermutige Sie dazu, darüber nachzudenken, Gott danke zu sagen für Ihr Leben, Ihr Umfeld, Ihre Ernte. Legen Sie ihm auch die vermeintlichen Misserfolge auf den Erntedanktisch. Er kann damit umgehen. Und er will Ihnen helfen beim täglich neuen Säen und Pflanzen von Gutem in Ihrem Leben.

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