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Gott, wir bitten: Komm und segne uns!

Als Jugendgruppe haben wir damals vor 40 Jahren einen Song geschmettert, der so ähnlich anfing. Manchmal singen wir dieses Lied im Gottesdienst noch heute: Herr, wir bitten: Komm und segne uns! Lege auf uns deinen Frieden! –  Eigentlich ist es ein Gebet in Liedform. Mir kam es in den Sinn, weil Christen oft um den Segen Gottes bitten. Jeder Gottesdienst endet mit einem Segen des Pfarrers bzw. Pastors.  Nach den Sommerferien sind viele Kinder für ihren Start in die Schule gesegnet worden. Oder auch solche, die eine Ausbildung oder ein Studium begonnen haben. Menschen, die eine weite Reise unternehmen oder eine Zeitlang im Ausland verbringen, werden gesegnet. Und auch solche, die umziehen und woanders eine neue Arbeitsstelle antreten. Was aber ist Segen, und weshalb bitten Christen darum? – Nun, der Segen in der Bibel umfasst alles Glück, das ein Mensch erfahren kann. Also Gesundheit, Bewahrung, Zufriedenheit, schöne Erlebnisse, Gelassenheit, Freude in Familie und Beruf, Wertschätzung und auch ein gutes finanzielles Auskommen. Manche würden sagen: „Das Schlaraffenland auf  Erden!“ – Nun ja, soweit würde ich nicht denken, denn solche Glücksmomente sind ja oft dünn gesät und wechseln sich ab mit Problemen, Konflikten, Turbulenzen und überraschenden Unglücksfällen. Segen meint einfach: Wir Menschen sind im Einklang mit Gott, mit Menschen und mit der Natur. Es geht uns gut, auch wenn nicht alles so funktioniert, wie wir uns das vorstellen. Das ist Christen wichtig! Und darum bitten sie Gott immer und immer wieder! Weil sie glauben, dass der es gut mit den Menschen meint und die Macht hat, diese Glücksmomente zu schenken. Dass der selbst in Nöten aufhelfen und aufrichten kann. Trösten kann, wenn man traurig ist. Den nächsten Schritt zeigen will, wenn man nicht mehr ein noch aus weiß. Eben Frieden und  Zufriedenheit geben kann! – Wir fahren gerne im Urlaub nach Kroatien. Das ist ein sehr katholisches Land. In jedem Dorf steht meistens eine Christusstatue, die segnend ihre Hände über das Dorf ausbreitet. Offenbar erwarten die Leute den Segen Gottes über ihrem Dorf. Ein schönes Bild! – Ende August werden wir als Familie nach 7 Jahren auch Schmiedeberg verlassen und an einen neuen Wohn- und Dienstort ziehen. So ist dieser Impuls auf der Startseite der Baptisten hier mein letzter, über 90 kleinere Artikel habe ich geschrieben und Ihnen hoffentlich das eine oder andere Mal Mut machen können. Natürlich erwarte ich für mich und meine Frau den Segen Gottes dort im Westen, wo ich meine Kindheit verbracht habe. Für meine Gemeinde hier und viele liebe Leute, Freunde und Bekannte. Aber auch für Sie, die treue oder sporadische Leser unserer „Einblicke“ gewesen sind oder hoffentlich auch weiter bleiben. Möge der Friede Gottes alle  begleiten und erfüllen! Wenn Sie übrigens das anfangs erwähnte Lied mal im Ganzen lesen oder vielleicht sogar zu Ihrem ganz persönlichen Gebet machen wollen, stöbern Sie doch im Internet, da finden Sie auf jeden Fall den Text. Alles Gute und leben Sie wohl!

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