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Stein auf Stein

„Stein auf Stein, Stück für Stück, wir bauen eine Legostadt, machst du mit?“ – Mir klingt noch dieser fetzige Song für Kinder im Ohr. Am ersten Wochenende im September haben über 40 Kinder der 3. bis 7. Schulklasse bei uns eine LEGO-Stadt gebaut. Mit riesigen Türmen, Traumhäusern, Kirche, Spielplätzen und und und! Es war ein richtiger Spaß. Und alle waren motiviert dabei, in zwei Tagen eine ganze Stadt aufzubauen, die ihre Eltern und andere Gäste dann am Sonntag bestaunen konnten. Als ich immer mal wieder in die „Bauhalle“ hineinschaute, wurden auch in mir selbst Kindheitserinnerungen wach. Wie ich als Junge auch Schiffe und Häuser aus Legos gebaut und damit gespielt habe. Die Türme mussten möglichst hoch sein, wobei etliche dann auch krachend zusammengestürzt sind. Weil ich immer noch einen Legostein mehr drauf setzte. – Immer höher und immer größer!
kaufhausDas steckt wohl in uns allen irgendwie drin. Wie ist es sonst zu erklären, dass im Guinness-Buch der Rekorde über 4000 Weltrekorde verzeichnet sind? Oder wie begeistert schauen wir zu, wenn im Sport wieder mal eine Weltbestleistung erzielt worden ist? Oder wie faszinierend ist das, wenn man jetzt schon in Dubai plant, einen 1km hohen Turm zu bauen? Wie gigantisch wird es wohl sein, wenn die ersten Menschen um das Jahr 2025 zum Mars fliegen werden? – Ja, der Mensch ist schon zu außergewöhnlichen Bestleistungen fähig! Auch wenn er sich dabei oft auch überschätzt, mehr will, als er kann. Und dann jämmerlich scheitert. Die meisten kennen das Sprichwort „Hochmut kommt vor dem Fall!“ Es steht sogar in der Bibel, nämlich in den Sprichwörtern König Salomos, die gankirchenspitzez viele Lebenserfahrungen der Menschen zusammentragen. Wer über seine Grenzen und Kräfte hinausschießt, muss sich nicht wundern, wenn er stürzt und hinfällt. Jeder hat das vermutlich schon mal im Kleinen wie im Großen erlebt. Einen Legoturm kann man schnell wieder aufbauen. Einen Turm aus Beton und Stahl nicht so schnell. Und manchmal scheitern wir und können diese Niederlage nicht mehr zurücknehmen. Das tut weh und hat möglicherweise schmerzliche Folgen. Wenn jemand, der sich etwa finanziell übernommen hat, Insolvenz anmelden muss. Oder jemand beim Klettern von der Felswand stürzt und plötzlich gelähmt ist. Oder wenn ein Sportler beim Doping erwischt wird und dann jahrelang gesperrt wird und nicht mehr weitermachen kann. Oft ist Bescheidenheit und Demut besser als Arroganz und Überheblichkeit. Denn wer mit seinen Leistungen angibt und sich damit hervortut, der kommt nicht immer gut bei anderen an. Aufschneider, Sprücheklopfer und Hochstapler sind nicht die Beliebtesten. Mit Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit kann man wohl eher Freunde gewinnen. Die Kinder bei der LEGO-Stadt übrigens haben – so hatte ich den Eindruck – ganz gut miteinander im Team gearbeitet. Da gab es kaum Streit, Neid oder Konkurrenzkampf. Alle hatten das gleiche Ziel, nämlich gemeinsam ein Werk zu schaffen.
Das hat sie zusammengeschweißt. Und das hat auch schließlich den Erfolg gebracht. Für alle diese Kinder, und für alle Eltern, Gäste und Freunde, die sich an der fertigen Stadt gefreut haben.

weitere Infos findet man unter:
www.Legostadt2015.de

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