{"id":8382,"date":"2016-11-02T11:07:25","date_gmt":"2016-11-02T10:07:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.baptisten-schmiedeberg.de\/?page_id=8382"},"modified":"2017-01-01T23:00:49","modified_gmt":"2017-01-01T22:00:49","slug":"ein-hoffnungsvoller-fall","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.baptisten-schmiedeberg.de\/?page_id=8382","title":{"rendered":"Ein hoffnungsvoller Fall"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe \u00b4mal einen Mann beerdigt, der mich durch seinen Glauben an Gott tief beeindruckt hat. Er war schon 94 Jahre alt und davon viele Jahrzehnte lang Christ. Einen Tag vor seinem Tod habe ich ihn besucht. Ich wusste nicht, dass es meine letzte Begegnung mit ihm sein w\u00fcrde. Er sa\u00df auf seiner Couch, schon mit einer br\u00fcchigen Stimme. Ganz schwach und schon sehr abgemagert lag er da. Und dann erz\u00e4hlte er mir von seinen Erlebnissen in Armenien, wie er damals Christ wurde. Am Schluss aber kam der f\u00fcr mich ber\u00fchrendste Moment. Er sang mir ein Lied in 7 Sprachen vor. Was f\u00fcr ein Augenblick! Ein Lied der Hoffnung, der Freude an Gott. Am n\u00e4chsten Tag erhielt ich dann einen Anruf von seiner Nachbarin, die ihn tot im Bett gefunden hatte. In der Nacht nach meinem Besuch war Oski verstorben. Wie mag er wohl die letzten Minuten erlebt haben? In der Trauerfeier haben wir den Frieden und Trost Gottes gesp\u00fcrt. Es war weniger eine bedr\u00fcckende Atmosph\u00e4re, sondern eher eine mit Dankbarkeit und Hoffnung erf\u00fcllte Abschiedsstunde. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-8498\" src=\"https:\/\/www.baptisten-schmiedeberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/kerze.jpg\" alt=\"kerze\" width=\"148\" height=\"250\" \/>Als Pastor habe ich schon viele unterschiedliche Beerdigungen erlebt. Aber diese war sicher eine der hoffnungsvollsten \u2013 auch wenn wir nat\u00fcrlich traurig waren, diesen Mann mit seiner treuen und optimistischen Art nicht mehr unter uns zu haben. Aber manchmal erlebe ich als Christ selbst in so einer traurigen Stunde einen Hauch von Freude und denke mir: \u201eJa, dieser Mensch hat das Ziel erreicht. Er ist nun bei Gott ganz angekommen!\u201c Seltsam! Wieso brauchen Christen in solchen Situationen nicht zu verzweifeln? Durch die Auferstehung von Jesus Christus zu Ostern ist uns Hoffnung geschenkt. Christen glauben, dass Jesus als erster den Tod besiegt hat und uns damit verb\u00fcrgt, dass es nach dem Tod auch weitergehen wird. In der Bibel sagt Jesus: <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/text\/GNB\/Johannes11,25\" target=\"_blank\"><em>\u201eIch bin die Auferstehung und das Leben. Wer mich annimmt, wird leben, auch wenn er stirbt.\u201c <\/em><\/a> Das bedeutet: Mit dem Tod ist f\u00fcr uns eben nicht alles aus! Der Tod ist eine Durchgangsstation, die f\u00fcr Christen in ein neues, herrliches Leben f\u00fchrt. Die Auferstehung von Jesus Christus ist daf\u00fcr die Garantie. Deshalb k\u00f6nnen Christen gelassen bleiben in ihrer Todesstunde \u2013 so schrecklich sie auch f\u00fcr jeden sein mag! Das ist ein Glaube, der wirklich tr\u00e4gt! Man kann verzweifelt, grausam oder friedlich sterben. Nat\u00fcrlich erleben auch Christen Schmerzen und Qualen, die manchmal unertr\u00e4glich sind. Das ist ja nicht einfach weg, wenn wir an einen lieben Gott glauben, der uns besch\u00fctzt und alles Schlimme von uns fern h\u00e4lt. Wir sind doch alle Gefahren und Bedrohungen und Schicksalsschl\u00e4gen ausgesetzt, ob wir nun Christen sind oder nicht, ganz egal! Trotzdem gibt mir der Glaube an Gott einen festen Halt! Bei vielen kranken, alten und sterbenden Menschen habe ich als Seelsorger eine Kraft gesp\u00fcrt, die gr\u00f6\u00dfer ist als jeder Schmerz. N\u00e4mlich die Gewissheit, bei Gott gut aufgehoben zu sein. Geborgen bei ihm, der sie auch einmal aufwecken wird zu einem ewigen Leben, wo es dann keinen Kummer mehr geben wird Das jedenfalls haben mir diese Leute so bezeugt, auch der alte Oski! Und das will ich auch glauben!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe \u00b4mal einen Mann beerdigt, der mich durch seinen Glauben an Gott tief beeindruckt hat. Er war schon 94 Jahre alt und davon viele Jahrzehnte lang Christ. 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