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Kategorie: Einblicke

Die Lebensgeschichte bejahen

Mir tun Leute Leid, die ständig unzufrieden sind. Sie jammern über ihre so schwere Situation. Oder meckern über den Staat und die Gesellschaft. Und lästern über andere Leute, die sich so wenig um sie kümmern. Finden an jedem irgendetwas, das ihnen missfällt. Man spürt ihre Verbitterung, die wie schleichendes Gift ihre Seele zerfrisst. Sie gleichen einem abgeschossenen Pfeil, der nach vorne fliegen will, aber hinten durch einen schweren Sack nach unten gezogen wird. Menschen, die durch eine große Last niedergedrückt werden und deshalb nicht frei und fröhlich durchs Leben gehen können. Nun kennt jeder trübe Gedanken, die kommen und wieder gehen. Auch ich bin nicht frei davon. Nur wenn die mich für längere Zeit gefangen nehmen, können sie mir die ganze Lebensfreude rauben. Solche schweren Säcke, die ich noch mit mir herumschleppe, können Lasten aus meiner Vergangenheit sein: Etwa Unrecht, das mir andere früher, vielleicht schon in der Kindheit, zugefügt haben. Eine Schuld, die ich begangen habe. Hunger und schwere Arbeit.
Schicksalsschläge. Verluste, denen ich heute immer noch nachtrauere. Wer so was nicht als Teil seiner Biografie bejahen kann, wird später verbittert und mürrisch. Was könnte helfen? Ein Mensch in der Bibel betet: „Wenn mir das Herz schwer war von tausend Sorgen, hat mich dein Trost wieder froh gemacht.“ tolle_aussichtGott tröstet, indem er mich zum Beispiel an schöne Erlebnisse erinnert. Da, wo ich so richtig glücklich war. Das macht mich dankbar. Oder er zeigt mir eine Schuld, die ich noch bereinigen sollte. Vielleicht muss ich losgehen, um mich mit jemand zu versöhnen, der mich verletzt hat. Und es könnte dann sein, dass da eine Riesenlast von mir abfällt. Oder Gott öffnet mir die Augen für die schönen Seiten der Natur, und ich kann mich an bunten Blumen, an reifen Früchten oder einer herrlichen Aussicht freuen. Er weiß, was mich aufrichtet und nach vorne blicken lässt. Immer dort, wo meine Sinne auf etwas Positives gerichtet werden und ich – auch wenn nur für einen winzigen Augenblick – etwas Wunderschönes wahrnehme, könnte das ein Trost von Gott sein, der meine tausend Sorgen für einen Moment hinwegfegt. Der November wird von vielen Leuten als trübe und trist empfunden. Aber vielleicht könnte er für Sie in diesem Jahr eine Palette von Glücksmomenten enthalten. Sie müssen nur die Ohren und Augen aufsperren für das, was gelingt und schön ist, und darin einen Mutmacher von Gott entdecken!

Ein kerniges Brot essen und schmecken

Im Oktober wird in der Regel das Erntedankfest gefeiert. Viele Menschen danken Gott und den Bauern für eine gute Ernte und dass sie genug zu essen haben. Jedenfalls in den reichen Industrienationen ist das so. Brot zählt dabei zu den Grundnahrungsmitteln. An die 1000 verschiedene Brotsorten soll es allein in Deutschland geben. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Brot – und andere Nahrungsmittel auch – stillt unseren Hunger. So ein gerade aus dem Ofen kommendes knuspriges frisches Brot ist schon eine Delikatesse! Zugleich kennen wir aber auch einen seelischen Hunger – nach Liebe, nach Gerechtigkeit, nach Frieden. In der Religionsgeschichte war das Brot auch immer ein Symbol für die Lebensfülle. Obwohl wir wissen, dass es auch unserer Seele oft gut geht, wenn wir uns körperlich wohlfühlen, können wir unsere inneren Sehnsüchte nicht stillen, wenn wir ein ganzes Brot in uns hinein stopfen. In der Bibel gibt es einen interessanten Ausspruch von Jesus Christus:

„Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, der wird nicht hungrig bleiben.“ (Johannes 6, 35). Damit lädt Jesus Christus ein, sich an ihn zu wenden, wenn man Lebenshunger hat. Viele Christen können bezeugen, dass sie Glück und Zufriedenheit aus der Beziehung zu Gott schöpfen. In allen Kirchen wird das besonders deutlich, wenn die Leute Abendmahl feiern. Sie nehmen ein Stückchen Brot, essen und schmecken und empfinden dabei eine besondere Dankbarkeit und Nähe zu Jesus Christus. Fangen Sie doch auch mal an, mit nachfolgendem Rezept eine neue, bewusste Bekanntschaft mit dem Brot zu machen. Es ist kernig im Geschmack, gesund und nahrhaft, und es lässt uns wieder hören, riechen, tasten, sehen, schmecken und danken.

In diesem Sinne guten Appetit und ein dankbares Herz!
Und wir feiern am 05.10.2014 Erntedank, herzliche Einladung!

brotDinkel-Brot
Grundrezept

Zutaten ergeben 2 Kastenformen:
1 kg. Dinkelmehl
2 Päckchen Trockenhefe
450 ml warmes Wasser
1-2 EL Honig
4 EL Obstessig
3 TL Salz
1/2 l Buttermilch

Das Mehl mit der Hefe vermischen. Honig, Salz und Obstessig im lauwarmen Wasser auflösen und mit dem Mehl gut verrühren. Den Teig in gefettete Kastenform füllen, die zuvor mit Haferflocken, Sesam oder anderen Körnern ausgestreut wird. Danach in den kalten Backofen schieben. Bei 200° 1 Stunde backen, plus weitere 30 Minuten bei 150°.

„Gute Fahrt!“

So verabschieden sich unsere Angehörigen und Freunde, wenn wir auf eine lange Reise gehen. Sie wünschen uns damit, dass doch alles gut gehen möge. Dass wir unterwegs keinen Unfall haben, dass das Auto gut durchhält und wir wieder bewahrt zurückkommen.Viele haben so eine gute Fahrt in der zurückliegenden Sommerzeit mehr oder weniger erlebt. Und wer sicher und ohne Schaden wieder zu Hause angekommen ist, war bestimmt dankbar und glücklich. Aber nun sind die Sommerferien zu Ende, und eine neue Phase beginnt wieder mit Schule und Arbeit. Das ist für manche auch so wie eine Reise in einen neuen Lebensabschnitt. Etwa für die Erstklässler, die in die Schule kommen. gute_fahrtOder für Schüler und Schülerinnen, die von der Grundschule auf die Oberschule oder aufs Gymnasium wechseln. Oder für die Jugendlichen, die jetzt eine Ausbildung beginnen. Oder für die Studenten und Studentinnen, die in ein paar Wochen ihr Studium starten – vielleicht an einem Ort weit weg von zu Hause. Das sind für viele Schritte, die auch mit Ängsten verbunden sind. Wer weiß denn schon, was mich da erwartet! Ob ich schnell neue Freunde finden werde? Ob die Lehrerinnen und Lehrer mich mögen? Und die Dozenten mir die Lehrinhalte gut beibringen können und fair sind bei den Prüfungen? Ob ich wohl Heimweh kriege, wenn ich nicht jedes Wochenende zur Familie nach Hause fahren kann? – Da werden einige schnell wie in einem Boot ins kalte Wasser geworfen. Und es mag sein, dass so mancher Sturm sie unterwegs überrascht, den sie bewältigen müssen, um unverletzt am anderen Ufer anzukommen. Nicht immer sind da Freunde und Begleiter sofort zur Stelle, um mit Rat und Tat zu helfen. Da kann man ganz schön einsam sein! – Als Christ tröstet es mich da, Gott an meiner Seite zu wissen. Auch wenn nicht immer eine auftauchende Schwierigkeit schwuppdiwupp verschwindet. Trotzdem gibt mir das ein gutes Gefühl, einen mächtigen Gott neben mir zu haben, für den kein Problem zu groß ist, dass er es nicht lösen könnte. Ich brauche nur einen Hilfeschrei los zulassen – und er hört mich! Da, wo ich bin, mitten in der Not! Dieses Gefühl wünsche ich Ihnen, wenn Sie auf eine längere Reise gehen – im buchstäblichen oder im übertragenen Sinne! In der Bibel gibt es einen schönen Reisesegen, der uns bei allen Stürmen des Lebens gelassen machen kann: „Gott wende Gefahr von dir ab und bewahre dein Leben. Auf all deinen Wegen möge er dich beschützen, vom Anfang bis zum Ende, jetzt und in aller Zukunft!“– Das ist doch ein prima Mutmachwort, das alle Starter und Neustarter anspornen kann, den neuen Lebensabschnitt zu beginnen. „Gute Fahrt!“