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geschrieben von: Hagen

Die Schnecke und die Arche

Die Schnecke und die Arche

„Mit Ausdauer erreichte auch die Schnecke die Arche.“ (C.H. Spurgeon)

Wie oft kommen wir uns auf unserem Lebensweg so vor, als würden wir dahinkriechen in unseren Alltagsspuren ohne wirklich voranzukommen oder irgendein Ziel zu erreichen? Wie leicht verlieren wir im Alltagstrott den Blick auf das, was wirklich zählt und uns am Leben erhält?

Wir haben ein Ziel und einen Sinn in unserem Leben: Wir wollen für Jesus Christus leben, seinen Willen tun, unseren Nächsten lieben und wir glauben daran, dass wir am Ende unserer Tage auf dieser Erde in der Arche, in Gottes neuer Welt ankommen dürfen. Wir werden dann dort zu Hause sein, wo uns nichts mehr von Gott trennen kann. Es wird kein Leid, keinen Schmerz und keine Tränen mehr geben. Allein die Aussicht auf diese unfassbare Liebe und Geborgenheit, die uns erwartet und auf die wir hoffen, sollte uns die Kraft und Ausdauer für unsere täglichen Aufgaben geben. Wir dürfen unseren Blick auf unser eigentliches Ziel richten.

Sicherlich war auch der Weg der Schnecke zur Arche beschwerlich und es ging nicht nur flach geradeaus. Auch wenn wir uns das wahrscheinlich oft wünschen würden. Aber wir sollen doch nicht nur versuchen, ohne Rücksicht auf Verluste zum Ziel zu rennen, sondern wir sollen auch leben- mit dem Bewusstsein, dass jeder einzelne Tag ein Geschenk Gottes und ein kleiner Schritt in Richtung Ziel ist.

Das Schönste an dieser Sache ist nicht nur, dass Gott uns immer begleitet und führt („Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ Mt. 28,20), sondern uns gerade diese Ausdauer und Kraft für unser tägliches Leben geben will, wenn wir ihn darum bitten: „Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet. Ich will euch erquicken“ (Mt. 11,28)

Victoria

Die Natur erwacht und Jesus Christus lebt!

„Die Regenzeit liegt hinter uns, der Winter ist vorbei! Die Blumen beginnen zu blühen, die Vögel zwitschern, und überall im Land hört man die Turteltauben gurren.“  Hohelied 2,11+12

Die dunklen Tage des Winters sind vorbei, der Frühling hat Einzug gehalten und wir wurden schon oft mit strahlendem Sonnenschein beschenkt. Die Bäume beginnen langsam aber sicher zu blühen.
Bis vor kurzem war noch alles kahl und man konnte so seine Zweifel bekommen, ob dieses Jahr Blüten an den Bäumen zu sehen sein würden. War es nicht auch so mit Jesus, welcher im Dunkel des Karfreitags starb und somit für die Jünger jegliche Hoffnung versiegte? Sie konnten nicht glauben, dass es noch einmal heller werden könnte.
Doch drei Tage später kam das Licht, denn Jesus ist auferstanden und er lebt!
Wie die Natur jedes Jahr in neuer Pracht zum Leben erwacht, so dürfen wir uns jedes Jahr mit dem Beginn des Frühlings daran erinnern, dass der Tod Jesu nicht sein Ende darstellte. Auch unser Sterben wird nicht das Ende sein, weil durch Jesus die Sünde für uns nicht mehr eine ewige Trennung von Gott bedeutet. Zu Ostern dürfen wir uns daran erinnern, dass durch Jesu Auferstehung eine neue, ewige Hoffnung in die Welt kam, welche allen gilt, die auf Jesus vertrauen. Und Freude, die das ganze Jahr andauern und uns durch dunkle Tage tragen kann.

Victoria & Sven

roter Stuhl Nr.114

Liebe Gemeinde, ich bin einer von 120 roten Stühlen, die seit 16. Januar 2012 in eurer Friedenskapelle stehen. Ich möchte uns vorstellen und berichten, wie alles begann:
Aus eurer Mitte gab es jemanden, der bereit war, viel Geld für uns auszugeben. Das ist relativ selten, glaube ich. Ein gewisser Herr Hutloff hat uns dann bestellt und wir wurden auf eine lange Reise geschickt.
Während ich mit noch 2 anderen Stühlen in einem von 41 Pappkartons verpackt war, haben wir uns vorgestellt, wie es wohl in Schmiedeberg aussehen würde. Plötzlich fuhr der LKW ganz langsam und auch noch rückwärts und dann hörten wir Stimmen. Es waren eindeutig männliche und sächsische – also mussten wir in Sachsen angekommen sein. Dann ging es los: In einem rasanten Tempo wurden meine Kameraden und ich abgeladen, getragen, hingestellt und von hübschen jungen Mädchen ausgepackt. Sie haben auch noch die viele Pappe, die uns vor der Kälte schützen sollte, sorgfältig zusammengelegt. Danach waren wir 120 allein.
Am nächsten Morgen sahen wir ein Kreuz an der Wand, eine Kanzel und einen Altartisch- es musste also ein Haus sein, in welchem sich sonntags viele Leute auf uns setzen und es bequemer haben wollen. Mittwochabend, es war schon dunkel, kamen 2 Männer und packten uns und stellten uns in Reihen auf. Ich hörte, wie sie immer wieder sagten: “Es müssen unbedingt 12 Stühle in eine Reihe, die sind breiter als die Alten.“ Dann sang ein Chor und seitdem stehen wir hier und warten auf euch.
Wir sind gekommen, um euch das Sitzen komfortabler zu machen und auf gespendeten Stühlen sitzt man doch besonders gut, oder? Lasst uns Zeit, um uns aneinander zu gewöhnen und schätzen zu lernen!

Euer roter Stuhl Nr.114